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Orientalischer Tanz &
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Trainerin |
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Am
Anfang.....
Seit ca. 25 Jahren tanze ich. Wie die meisten Bauchtänzerinnen bin auch ich über Umwege zu dieser "meiner" Tanzform gekommen. |
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Nach einem kurzen Gastspiel in
klassischem Ballett, entdeckte ich - knapp 20ig jährig, den
Jazz-Tanz, bzw. die Jazz-Gymnastik. Gerne kam ich nach einiger Zeit dem Vorschlag meiner damaligen Tanzlehrerin nach und begann eine berufsbegleitende Ausbildung in dieser Tanzsparte. Nach ca. 2 Jahren war ich dann in der Lage, meine ersten eigenen Kurse zu leiten. Obwohl ich gleichzeitig auch noch in der "hauseigenen" Tanzkompanie mittanzte, wurde mir schon da klar, dass ich mich mehr der Unterrichtstätigkeit verbunden fühlte, als dem Auftrittstanz.
Irgendwann in dieser Zeit erlebte ich meine erste Orient-Reise, die mich durch die marokkanischen Königstädte und durch die Wüste bis an atlantische Meer
Marokkos führte. Bauchtanz war mir bis da völlig unbekannt, und so konnte ich also meine Erstbegegnung mit diesem Tanz unbeeinflusst und pur geniessen. Heute weiss ich, dass ich eine sehr gute Vorstellung gesehen hatte damals in
Marakesch
- ich war ganz einfach fasziniert und hingerissen von diesen weichen, weiblichen
und manchmal auch sehr wilden und dynamischen Bewegungen. Als mich die Tänzerin
zum Mittanzen aufforderte war ich zwar sehr geniert, doch ich bin ihr noch heute
dankbar dafür.
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Sofort wurde mir klar, dass sind "deine" Bewegungen, deine Gefühle, hier
entdeckst du eine besondere Form, dich tänzerisch auszudrücken. Zurück in Bern erkundigte ich mich vergeblich nach einer Möglichkeit, diesen Tanz auch in der Schweiz zu lernen. Einzig in Zürich gab's ein Angebot, ein reglmässiger Besuch war mir aber einfach nicht möglich. |
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Liebe und
ähnliche "Schicksale"....
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Eine gescheiterte Ehe und eine neue Liebe führten mich dann nach Köln und damit zu meiner ersten Bauchtanzlehrerin "Shirin". Was ich bereits in Marokko erlebt hatte wiederholte sich: ich war begeistert und voller Tatendrang. Emsig besuchte ich nebst meinen wöchentlichen Kursen bei Shirin
jeden Workshop der in der Nähe angeboten wurde, und ich schaute mir
möglichst viele Shows und Veranstaltungen die orientalischen Tanz, oder
eben Bauchtanz zeigten an. Es war schon beeindruckend, was es da in
Deutschland bereits alles gab.
Vom Tanz mit der lebendigen Python-Schlange, über den Kneipen-Auftritt bis hin zu
Shahrazad in ihren Anfängen liess ich nichts aus. Selbst eine Bauchtanzzeitschrift gab's damals schon (Halima) die mir weitere wertvolle Infos lieferte und nach meinem Rückzug in die Schweiz schlussendlich auch den Hinweis auf einen Workshop in Bern mit "Aischa"
aus Berlin. Aischa, damals zweifellos in der Blüte ihres tänzerischen Schaffens und junge Mutter eines syrisch-deutschen Sohnes, war sicherlich einer der prägenden Tänzerinnen für mich. Nach wie vor gab's in Bern keine grosse Auswahl an orientalischen Tanzkursen und nach einer unvergesslichen und sehr intensiven Tanzwoche mit Aischa und ihrem Mann
Jusuf in einem Schloss nahe Bordeaux, erhielt ich den entscheidenden Anruf
meiner ehemaligen Jazztanzlehrerin. Sie erhielt immer mehr Anfragen nach
Bauchtanzkursen und bat mich, einen Einsteigerinnenkurs in ihrem Studio zu
unterrichten.
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Der Erfolg war enorm und aus dem vermeintlichen einen Kurs wurden sehr schnell
deren drei. Was ich allerdings bereits beim Start vermisst hatte wurde immer mehr zum Manko. Bauchtanz bedingt eine andere Umgebung als Jazz-Tanz und Ähnliches, und ich vermisste schmerzlich die stimmungsvolle Atmosphäre von Shirins Studio in Köln.
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Das Studio...
"Achte auf
Deine Gedanken, sie sind der Anfang Deiner Taten" (chinesische Weisheit).
Ich begann also mehr oder
weniger intensiv nach einer neuen Örtlichkeit zu suchen. Nichts wollte so recht
passen und als ich zufälligerweise auf ein Inserat stiess, in dem ein Studio in der
Lorraine angeboten wurde, meldete ich mich da mit nicht allzu grosser Hoffnung.
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Die Miete war zahlbar, die Räume allerdings in einem desolaten Zustand - aber - genau richtig von Form, Grösse und Lage her. Nach ein paar unruhigen Nächten war's klar, ich würde mein erstes eigenes Studio mieten. Nach tausenden von Pinselstrichen, Nagelschlägen, verlegten Stromleitungen, Stunden von Besuchen bei IKEA und Altwarenläden und jeder Menge Dekorarbeiten erstrahlte mein
Tanzstudio "ISIS" in seinem Licht.
Frau möge mir meinen unverhohlenen Stolz verzeihen, aber ich genoss es ungemein, in einem sauberen, orientalisch eingerichteten Studio meine ersten Kurse zu unterrichten, und was besonders schön war, die Schülerinnen teilten meine Freude. Auch sie spürten diesen besonderen Geist und liessen
sich davon tragen.
Und nicht bloss die Schülerinnen, nein, ich fand in der Zwischenzeit weitere Kursleiterinnen, die sich für meine Idee begeistern konnten. Am
1.2.1997 öffneten sich die Pforten zur Oase für orientalischen Tanz
- im
2007 feiern wir also das 10jährige Bestehen!
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Bauchtanz total...
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Seit Februar des Jahres 2000 habe ich mich selbstständig gemacht und habe nun endlich die Zeit, mich voll und ganz dem Bauchtanz zu widmen.
Nicht zuletzt auch diesem Umstand ist es zu verdanken, dass ich nun endlich die
Möglichkeit, gefunden habe, die Idee eines
Kurses für blinde- und sehbehinderte Frauen zu realisieren. Das Angebot ist auf Anhieb auf grosses Interesse gestossen
und ich werde dabei punkto Werbung durch den
schweizerischen
Blindenverband, und im Unterricht von zwei
Assistentinnen unterstützt. Die Leserin (oder der Leser) wird es längst selber
gemerkt haben, meine tänzerischen Bedürfnisse liegen eindeutig beim
Unterrichten und da setze ich auch meinen Schwerpunkt. |
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Ab und zu tanze aber auch ich gerne vor einem
(Wunsch) Publikum, und nicht zuletzt deshalb habe vor einigen Jahren die Tanzgruppe (Bent ISIS) gegründet. Nach einem sehr schönen Einstieg anlässlich einer Weihnachtsfeier im Hotel Schweizerhof in Bern folgten Vorstellungen zu den verschiedensten Anlässen. Nach einem vorerst letzen Auftritt
im Dezember 2000 hat sich die Gruppe aufgelöst.
Seit Mitte 2006 gibt es nun eine neue, verjüngte
Tanzformation, auch sie trägt wieder den Namen
"Bent ISIS". Ich bin sehr stolz auf diese
drei talentierten Frauen die ausserordentich erfolgreich gestartet sind,
und dich sich über regelmässige und vor allem auch schöne Engagements
freuen können.
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Bauchtanz und Ausbildung...
Ein heikles und zugleich sehr vielseitiges Thema. Natürlich habe auch ich unzählige Workshops mit mehr oder weniger berühmten Dozentinnen/Dozenten besucht.
Eine Aufzählung erspare ich mir (und euch) und wer mehr über meine Stilrichtung
wissen möchte, schaut sich am besten unsere
Dozentinnenliste und ihre
Themen an.
Da wir (Bauchtänzerinnen) eine lineare Ausbildung nicht kennen, ist für mich klar und auch sehr wichtig, dass Weiterbildung eigentlich gar nie aufhört, und nebst den Workshops die ich im In- und Ausland besuche, bin ich deshalb auch immer wieder bestrebt, solche Angebote in mein Studio zu bringen.
Meine Topfavoritin ist ohne Zweifel "Djamila",
Tänzerin und Lehrerin aus Frankfurt a.M.,
die uns immer wieder mit ihren Workshops zu begeistern vermag.
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So, und wer sich bis hier durchgelesen hat, dem kann ich bloss noch sagen:. Bauchtanz ist eines vom Besten (ausser natürlich der Liebe zu meinem
Thomy), was mir in meinem Leben begegnet ist und ich bin sehr neugierig, wohin mich diese Passion noch bringen wird.....
Mit tausendundeinem Hüftschwung
Nabila Isis - Marie-Anne Scherrer
Stäfa,
28.04.2010
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